Kolumne

Ausgabe 153 / November 2016

Erfolge im Oktober

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Die Hoffnungen waren groß. Und sie verflogen schnell.

Im Vorfeld diskutierte Radsport-Deutschland intensiv die Frage, wer das Team als Kapitän in das Straßenrennen in Doha führen solle – Kittel oder Greipel, wer hat die bessere Form, wer die größeren Chancen auf den ersten WM-Titel seit Rudi Altig 1966? Der Kurs schien beiden zu liegen, doch an diesem Tag waren andere Nationen schlicht cleverer. Beide Topsprinter wurden schon früh eliminiert, beim entscheidenden Cut schaffte nur John Degenkolb den Sprung in die Gruppe. Doch auch diese Option verflüssigte sich nach einem Defekt schnell. Es war schlicht nicht der Tag der Deutschen. Abgesehen davon gibt es rein sportlich wenig zu klagen. Ob Tony Martins Rückkehr auf den Zeitfahr-Thron oder die Erfolge in den Nachwuchsklassen durch Fahrer wie Marco Mathis, Maximilian Schachmann, Pascal Ackermann oder Niklas Märkl – mit insgesamt fünf Medaillen war der Bund Deutscher Radfahrer der erfolgreichste Verband in Katar. Wenn man noch die Podestplätze der deutschen Fahrerinnen und Fahrer bei den Teamzeitfahren hinzurechnet, kann man die WM rundum als Erfolg verbuchen. Wie toll wäre das erst mit Zuschauern geworden …
 
Die werden im kommenden Juli in Düsseldorf sicher zu Tausenden an der Strecke stehen, wenn das Tour-Peloton dem Aufschwung des einheimischen Radsports ein fahrendes Denkmal setzen wird. Einen ersten Eindruck von der Strecke bekam Kollege Caspar Gebel, der sich unter das Starterfeld des „Race am Rhein“ gemischt hat. Seinen Bericht finden Sie auf Seite 18.
 
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe von Procycling.

Chris Hauke
Redaktion

Procycling - Ausgabe 153 / November 2016



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